Erweitertes Klimaschutzkonzept "Klimaneutral 2040"

1.10.2025

Die KollegInnen im Fachbereich arbeiten derzeit an der Erweiterung des diözesanen Klimaschutzkonzepts "Klimaneutral 2040" um die Bereiche klimafreundliche Mobilität, klimafreundliche und nachhaltige Beschaffung, Klimaschutz auf dem Kirchenland und kooperative Gebäudenutzung in den Kirchengemeinden.

Die FachbereichskollegInnen kooperieren eng mit den Mitgliedern des Strategieentwicklungsteams Klimainitiative aus den verschiedenen Hauptabteilungen unf Abteilungen des Bischöflichen Ordinariats.

Fachliche Unterstützung erhält die Diözese wieder von der
FEST (Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft) in Heidelberg.

Klimaneutral 2040!

Die Diözese Rottenburg strebt an, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden. Das beschloss der Diözesanrat in seiner Sitzung am 25.11.2023 im Kloster Schöntal, nachdem sich die Diözesanleitung dieses Ziel bereits in ihrer Sitzung am 10.10.2023 zu eigen gemacht hatte. Mögliche Wege zur Klimaneutralität skizziert das Aktualisierte Klimaschutzkonzept "Klimaneutral 2040", das von der FEST Heidelberg in Zusammenarbeit mit dem Strategieentwicklungsteam Klimainitiative der Diözese erarbeitet wurde.

Das aktualisierte Klimaschutzkonzept schlägt mehrere Szenarien für den Gebäudebereich vor, mit denen ein klimaneutraler Gebäudebestand im Jahr 2040 möglich werden kann. Da der Gebäudebereich 80% der CO2-Emissionen in der Diözese verursacht, ist es notwendig, den Gebäudebestand energetisch zu ertüchtigen.

Der Diözesanrat und die Diözesanleitung stimmten außerdem dem Vorhaben zu, das Klimaschutzkonzept zu erweitern und Konzepte für die Bereiche Mobilität (15% der CO2-Emissionen) und Beschaffung (5% der CO2-Emissionen) zu erarbeiten.

Bereits im Jahr 2017 beschloss die Diözese mit ihrem ersten "Integrierten Klimaschutzkonzept" das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2050. Seit Beginn des Jahres 2019 setzt die Diözese Rottenburg-Stuttgart sukzessive die Maßnahmen des ersten Klimaschutzkonzepts um:

Zwischenbericht 2022 zum Klimaschutz in der Diözese

Im Sommer 2022 veröffentlichte die Diözese den von der FEST Heidelberg verfassten Zwischenbericht zum Sachstand des Klimaschutzes in der Diözese.

Bericht zum Herunterladen

Ziel des Klimaschutzkonzepts 2017: 85% CO2-Einsparung bis 2050 in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Das "Integrierte Klimaschutzkonzept" der Diözese Rottenburg-Stuttgart aus dem Jahr 2017 (erarbeitet im Jahr 2016) sieht eine CO2-Einsparung von 85% bis zum Jahr 2050 vor. Als Basisjahr der Berechnung diente das Jahr 2015.

Mit einer Pressekonferenz in Stuttgart stellte Bischof Fürst am 1.12.2017 das "Integrierte Klimaschutzkonzept" der Diözese vor. Als Vorbild und Modell wurde dabei der sog. Eisspeicher im Bauprojekt "Rosenstein" des Siedlungswerks vorgestellt. Er erlaubt es, die im Sommer erzeugte Solarwärme bis zur winterlichen Heizperiode zu speichern.

Dokumente zum Download:

Was ist ein "Klimaschutzkonzept"?

Das Klimaschutzkonzept umfasst die folgenden Elemente:

Energie- und CO2-Bilanz

Mit dem Klimaschutzkonzept verfügt die Diözese erstmalig über eine Energie- und CO2-Bilanz. Mit umfangreichen Erhebungen und der Hochrechnung bereits erfasster Energieverbrauchsdaten wurde der gegenwärtige CO2-Ausstoß in der Diözese ermittelt. Auf dieser Grundlage konnte sich die Diözese ein Reduktionsziel für ihre CO2-Emissionen geben. Bis zum Jahr 2050 sollen die Emissionen um 85% reduziert werden. Bis Ende 2020 ist die Reduktion der CO2-Emissionen um 15% vorgesehen.

Maßnahmenkatalog

Das Klimaschutzkonzept schlägt einen Katalog von Maßnahmen vor, um die diözesanen Reduktionsziele zu erreichen. Einige dieser Maßnahmen sind bereits umgesetzt oder werden zeitnah angegangen (Stand 05/2019).

Realisierung der Maßnahmen:

Zur Umsetzung des Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts stellten die Diözesanleitung und der Diözesanrat im Jahr 2018 15 Mio. Euro zur Verfügung. Mit 12 Mio. Euro werden Investitionen in Klimaschutz und Energieeffizienz im Gebäudebereich über den Nachhaltigkeitsfonds gefördert. Die Förderrichtlinien des Nachhaltigkeitsfonds wurden entsprechend überarbeitet und ergänzt. Mit weiteren 3 Mio. Euro werden weitere Maßnahmen in der Diözese finanziell gefördert. Förderrichtlinien für diese Bereiche werden in Kürze veröffentlicht.

Zur Umsetzung der Maßnahmen des Klimaschutzkonzepts wurden drei Klimaschutzmanager:innen eingestellt.