Aufruf zur Teilnahme an der „Stunde der Erde“ (Earth Hour) am 26. März

Zur Teilnahme an der Earth Hour am 26. März 2022 um 20.30 Uhr rufen das Klimaschutzmanagement der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Fachbereich Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung der Diözese und der Diözesanausschuss Nachhaltige Entwicklung auf.

Katholikinnen und Katholiken, die sich beteiligen wollen, löschen am 26.03.2022, 20.30 Uhr für mindestens 60 Minuten das Licht. Die nicht-kirchliche Aktion ist nicht auf Privathäuser beschränkt. Kirchengemeinden, kirchliche Einrichtungen und Verbände können mitmachen und die (Außen-) Beleuchtung von Kirchen, Tagungshäusern und weiteren beleuchteten Gebäuden und Denkmälern ausschalten. Mit Begleitaktionen bspw. Läuten der Kirchenglocken kann zusätzlich auf die Earth Hour aufmerksam gemacht werden.

Die Earth Hour ist eine symbolische Aktion für mehr Klimaschutz. Sie will auf die weltweite Klimakrise aufmerksam machen und Menschen über gemeinsames Handeln für den Schutz des Klimas in Verbindung bringen.

Weltweit beteiligen sich Millionen von Menschen und schalten am 26.03.2022 für eine Stunde die Beleuchtung aus. Sie machen sich damit stark für mehr Klimaschutz in aller Welt. Ihren Ursprung hat die Aktion in der australischen Stadt Sydney. Im Jahr 2007 schalteten mehrere Millionen Haushalte dieser Großstadt für eine Stunde ihre Beleuchtung aus. Seither wird die Aktion im März jeden Jahres durchgeführt. Im Jahr 2019 haben bereits mehr als 180 Länder an der Aktion teilgenommen. Neben Privatpersonen, Städte und Unternehmen, beteiligen sich auch Kirchen an der Aktion.

„Mit diesem symbolisch zu verstehenden Aufruf soll vor allem ein Überdenken in Richtung Suffizienz, d.h. Genügsamkeit stattfinden, in allen Bereichen des Alltags (Heizung, Mobilität, Stromverbrauch) – hier konkret: Wie viel an (Außen-) Beleuchtung ist genug?“ fragt Christian Peter Brandstetter, Klimaschutzmanager der Diözese. „Dieses `Genug` ist auch ganz im Sinne der ökumenischen, bundesweiten Aktion „Klimafasten – so viel Du brauchst“, bei der sich die Diözese zum dritten Male beteiligt.“, führt Herr Brandstetter weiter aus und ergänzt: „Bei den Stammtischen zu Umweltthemen ist Beleuchtung ein immer wieder erscheinendes Thema – das nächste Mal am 07. März 2022.“

Parallel zur Earth Hour kann auf eine sparsame, effiziente Beleuchtung, bspw. mit LED hingewiesen werden – frei nach dem Motto „(Wenn) Licht an, (dann) aber richtig“. Hierzu ist 2020 eine diözesane Förder-Richtlinie Beleuchtung in Kraft getreten, die u.a. den Austausch von Leuchtmitteln und Einbau von Bewegungsmeldern bezuschusst.

Die Earth Hour ist ein willkommener Anlass, um neben unserer Beleuchtung den eigenen Stromverbrauch allgemein zu hinterfragen. Mit der aktuell erhöhten Internetnutzung ist auch ein erhöhter Stromverbrauch und damit CO2-Ausstoß bei den Nutzer:Innen aufgrund der Server verbunden. „Christinnen und Christen, aber auch alle Ebenen in der Kirche sollten jetzt auf die Nutzung von Öko-Strom umstellen, wenn bisher noch Graustrom verbraucht wird“, so der diözesane Umweltbeauftragte Stefan Schneider vom Fachbereich Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung.

Interessierte Kirchengemeinden und Katholik:Innen können sich gern im Anschluss an die Aktion per E-Mail an umwelt(at)bo.drs.de wenden und kurz von Ihrer Teilnahme berichten – gerne mit Foto und einem kurzen Kommentar, warum sie an der Earth Hour teilgenommen haben. Ausgewählte Fotos und Kommentare können auf der Webseite des Fachbereichs veröffentlicht werden.

„Vielen Dank im Voraus fürs Mitmachen und Bewerben der Earth Hour Aktion, die ja trotz Corona möglich ist und Zeichen setzen soll“, resümiert Herr Dr. Thomas Bönisch, der Vorsitzende des Diözesanausschusses Nachhaltige Entwicklung.

Weitere Informationen und Tipps zur Earth Hour finden Sie im Internet auf der Seite des WWF (World Wide Funds For Nature)