Fachbereich Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung
"Unsere Schwester (die Mutter Erde) schreit auf wegen des Schadens, den wir ihr aufgrund des unverantwortlichen Gebrauchs und des Missbrauchs der Güter zufügen, die Gott in sie hineingelegt hat. Wir sind in dem Gedanken aufgewachsen, dass wir ihre Eigentümer und Herrscher seien, berechtigt, sie auszuplündern.
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Die dringende Herausforderung, unser gemeinsames Haus zu schützen, schließt die Sorge ein, die gesamte Menschheitsfamilie in der Suche nach einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung zu vereinen, denn wir wissen, dass sich die Dinge ändern können."
(Papst Franziskus in der Enzyklika Laudato Si, Kap 2 und 13)
Im Fachbereich Gerechtigkeit, Friede, Bewahrung der Schöpfung ist die Umweltarbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart angesiedelt.
Der Fachbereich unterstützt und fördert kirchliche Akteure in der schöpfungsgerechten Gestaltung kirchlichen Lebens und Arbeitens. Er initiiert und begleitet Umweltprojekte, als Schritte auf dem Weg zur schöpfungsfreundlichen Kirche.
Das "Integrierte Klimaschutzkonzept" der Diözese

Klimaneutral 2040
Diözesanleitung und Diözesanrat beschließen das Ziel der Klimaneutralität der Diözese bereits im Jahr 2040
Wie die Diözese im bereits im Jahr 2040 klimaneutral/treibhausgasneutral werden kann, skizziert das Aktualisierte Klimaschutzkonzept der Diözese. Wie das erste "Integrierte Klimaschutzkonzept" wurde es in enger Kooperation mit der FEST, der Forschungsstätte der Evangelischen Studiengemeinschaft in Heidelberg erarbeitet. Aktuell wird dieses Konzept um die Bereiche Mobilität, kirchliche Flächen, Beschaffung und Verpflegung erweitert.
Selig, die Frieden stiften
So lautet das Jahresthema 2026 der Hauptabteilung Kirche und Gesellschaft der Diözese.
Frieden und Klimaschutz hängen eng miteinander zusammen und bedingen einander. Zum Beispiel so:
- Kriege und andere militärische Aktivitäten verursachen ca. 6% der weltweiten CO2-Emissionen und damit mehr als das Doppelte des zivilen Luftverkehrs. Diese Zahlen werden bei der Berechnung der jährlichen weltweiten CO2-Emissionen ausgeklammert. Ein Rückgang der militärisch bedingten CO2-Emissionen ist derzeit leider nicht zu erwarten - im Gegenteil, die weitere Zunahme dieses Sektors ist zu befürchten.
- Kriege und Aufrüstung verschlingen Ressourcen und finanzielle Mittel, die für den Klimaschutz, für Soziales, für die Entwicklungshilfe und die notwendige sozial-ökologische Transformation nicht mehr zur Verfügung stehen.
- Ein umgebremster Klimawandel wird natürliche Ressourcen (z.B. Wasser, Nahrungsmittel, etc.) weltweit verknappen. Vor dem Hintergrund bestehender Spannungen besteht die Gefahr, dass gewaltförmige Auseinandersetzungen und Kriege um die Verteilung der verbleibenden Ressourcen ausbrechen.
- Eigentlich selbstverständlich: Krieg führen und Nachhaltigkeit schließen sich aus.
Weitere Informationen
Zur Friedensarbeit des pax christi Diözesanverbands Rottenburg-Stuttgart

