Queersensible Pastoral in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Mit Beginn des Jahres 2025 ist das Team der Queersensiblen Pastoral in der Diözese Rottenburg-Stuttgart vollständig besetzt. Aktuell arbeiten wir an der Qualifikation Queersensible Seelsorgende. Wir bauen ein Netzwerk zu verschiedenen Akteur*innen im Themenfeld  auf und kooperieren bei Veranstaltungen u.a. mit der keb oder den kirchlichen Akademien.

 

Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme.

Qualifikation Queersensible Seelsorgende startet im Herbst 2026

Termine für den Basiskurs stehen jetzt fest.

Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten finden Sie hier.

Queerpolitischer Fachtag des Sozialministeriums Baden-Württemberg

Die Diözese folgte der Einladung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration zum ´Queerpolitischen Fach- und Vernetzungstag`. Wir waren vor Ort dabei und hatten einen Stand auf der Projektmesse. Die Vernetzung und der Austausch mit anderen Akteur*innen ist zentral für unser Projekt. Mehr über den Tag und unser Engagement im Bericht von Nelly Swiebocki-Kisling auf der Seite unserer Diözese

Bibel queer lesen

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Bibel und Kirche des Katholischen Bibelwerks Stuttgart beschäftigt sich mit queerer Bibelauslegung, die Menschen neue Einblicke gewinnen lässt und queere Menschen bestärkt.

Die Ausgabe stellt vor, was queere Bibelauslegung ist, wie es dazu kam und was sich hinter verschiedenen Begrifflichkeiten verbirgt.
Vor allem zeigt sie, wie bereichernd es ist, Bibeltexte queersensibel zu lesen, weshalb Stellen quer durch die Bibel ausgelegt werden: die Erschaffung des Menschen (Gen 1,27f.),der Gotteskampf am Jabbok (Gen 32), die Hochzeit zu Kana (Joh 2,1-12) und das Gleichnis vom Senfkorn (Mk 4,30-32).

Die Zeitschrift kann beim Katholischen Bibelwerk erworben werden. 

Über die Reaktionen auf die Veröffentlichung und wie die Direktorin des Bibelwerks Dr. Katrin Brockmöller dazu Stellung nimmt, berichtet katholisch.de.

Paare.Geschichten.Segen. - Neue digitale Plattform

Menschen geben persönliche Einblicke in ihre Segensmomente. Paare berichten von dem, was sie empfangen haben und Seelsorger:innen teilen, was sie in ihrer pastoralen Begleitung bewegt.
Eine Sammlung gelebter Erfahrungen, die die Vielfalt pastoraler Realität sichtbar macht und zugleich zum Gespräch anregen kann.
Zum Glück gibt's Segen 

Wir lieben uns - welch ein Segen

Materialsammlung mit Segensbausteinen der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Nicht alle Paare können kirchlich heiraten – dennoch wünschen sich viele von ihnen einen Segen. Für Seelsorgerinnen und Seelsorger, die sie auf ihrem Weg begleiten und ihrem Wunsch nach Segen nachkommen möchten, ist die Materialsammlung „Wir lieben uns – welch ein Segen!“ erschienen.

Weiter Informationen und die Materialsammlung steht hier zum Download bereit.

Das Projekt Queersensible Pastoral stellt sich vor

Am 25.07.2025 wurden wir auf der Homepage der Diözese Rottenburg-Stuttgart vorgestellt. 

Unter der Überschrift "Die Kirche hat eine Vorbildfunktion" geben wir Einblicke in unsere Arbeit, die geplanten Projekte und erklären, woran wir uns orientieren bzw. was uns leitet.  

Mehr erfahren Sie hier:
Gleich an Würde und Respekt - CSD Stuttgart: Diözese Rottenburg Stuttgart

Beitrag im SWR1 - Begegnungen

Manuela Pfann von Kirche im SWR hat Heiko Hauger getroffen. In ihrem Gespräch geht es darum, wie es ist, queer und katholisch zu sein. 

Hier geht's zum Interview

 

Veranstaltungen

CSD Gottesdienst zum Stuttgart Pride 2026

Mittwoch, 22. Juli 2026 um 19 Uhr in der Leonhardskirche, Leonhardsplatz 26
mit anschließendem Come Together 

Mit dem aktuellen Motto des CSD “Ohne uns kein wir!” laden verschiedene kirchliche Akteur:innen zum gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst ein. Wir sind Teil davon und freuen uns auf die Begegnung und das Feiern im Rahmen der CSD-Kulturwochen in Stuttgart.

Queer im Alter

Vorsorge – Selten zu spät, nie zu früh 
Dienstag, 14. Juli 2026  um 18 Uhr, im treffpunkt 50plus, Rotebühlplatz 28, Stuttgart.

Wer darf für mich sprechen, entscheiden und handeln, wenn ich es
selbst nicht mehr kann? Diese Frage stellt sich unabhängig vom
Alter und je nach Lebenssituation ganz unterschiedlich.
Drei konkrete Fallbeispiele aus dem queeren Leben bilden den
Ausgangspunkt: Fachmenschen aus Verwaltung und Beratung
erläutern Möglichkeiten und Grenzen von Patienten- und Betreuungsverfügungen,
Vorsorgevollmachten, rechtlicher Betreuung und
dem Bestattungsrecht.

Diese Veranstaltung wird verantwortet vom Arbeitskreis Queer und Alter Stuttgart und findet im Rahmen der CSD Kulturwochen Stuttgart statt.

 

Film und Diskussion: Was ist queer?

Der nächste Termin:

  • Donnerstag, 16. Juli 2026  Film20.000 Arten von Bienen

Queere Lebensformen sind vielfältig und das Thema ist Gegenstand ebenso vielfältiger gesellschaftlicher Diskussionen und Kontroversen. Queere Menschen sehen sich teilweise massiver Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt, auf der anderen Seite gibt es selbstbewusste Emanzipation und kreative neue Lebensformen. Was heißt nun sexuelle und geschlechtliche Vielfalt konkret, auf individuelle Lebenssituationen bezogen?
Filme können helfen, das zu verstehen, weil sie uns präzise Geschichten erzählen, lebendige Bilder vor Augen führen und Gefühle, Konflikte und Selbstfindungsprozesse in komplexer Weise zeigen.

Die Katholische Erwachsenenbildung Göppingen veranstaltet in Zusammenarbeit mit dem Staufen-Kino Göppingen und uns eine Filmreihe mit zwei Abenden im Halbjahr. Wir zeigen einen Film und laden im Anschluss dazu ein, kurze inhaltliche Impulse zu wichtigen Themen queeren Lebens zu hören und nach dem Film miteinander ins Gespräch zu kommen.

Die Veranstaltungen finden jeweils um 19 Uhr im Staufen-Kino Göppingen statt. 

 

 

Termin: Donnerstag, 16.07.2026 von 19 Uhr - 22 Uhr im Staufenkino Göppingen

Wir starten den Abend mit einem kurzen Impuls von Helga Hedi Denu, Leiterin Beratungskompetenzzentrum Beratungsstellen geschlechtliche Vielfalt e.V. Göppingen.  Im Anschluss an den Film gibt es Gelegenheit für Fragen und gemeinsamen Austausch.

Referentin: Helga Hedi Denu, Leiterin Beratungskompetenzzentrum Beratungsstellen geschlechtliche Vielfalt e.V. Göppingen
Moderation: Dr. Frank Suppanz, Kath. Erwachsenenbildung Göppingen, und Heiko Hauger, Referent Queersensible Pastoral der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Zum Film: Aitor wurde als Junge geboren, stellt im Alter von 8 Jahren die eigene Geschlechtsidentität in Frage, will Lucia genannt werden und ein Mädchen sein. Ihre Klarheit trifft bei ihrer Mutter Ana, die sich als moderne Mutter versteht, ihren abwiegelnden bis gelassenen Großtanten Leire und Lourdes und ihrer konservativen gläubigen Großmutter Lita auf sehr unterschiedliche Reaktionen. Wie die Bienen im Bienenstaat hat jede der Frauen aus drei Generationen eine Rolle im Familiensystem, die durch Lucias Ausbrechen in Frage gestellt und transformiert wird.

Weitere Informationen und Anmeldungen bei der Kath. Erwachsenenbildung Göppingen

"Queer, religiös und (un)sichtbar?"

"Zwischen befreienden G*ttesbildern, Vielfalt und kirchlicher Realität" geben Isabella Reisch und Hannah Berroth am Sonntag, 02.08.2026 um 15 Uhr im bifrons RavensburgEinblick in queere Lebensrealitäten im Kontext von Religion und Kirche. Ebenso werden theologisch fundierte Argumente in den Blick genommen, mit denen queerfeindlichen Aussagen begegnet werden kann.Ab 17:00 Uhr besteht außerdem die Möglichkeit zu einem offenem Austausch im Café.
Eine Anmeldung ist erforderlich.

Anmeldung zur Veranstaltung und Kontakt über den Veranstalter Queer Initiative e.V. - Ravensburg über via E-Mail mailto:info(at)queer-initiative.de oder Instagram 

 

Wiederkehrende Möglichkeiten zur Begegnung

Queergottesdienst in Stuttgart

Queergottesdienst einmal im Monat - Eingeladen sind Angehörige aller Konfessionen und auch die, die den Kirchen fernstehen.

Der Gottesdienst findet immer am 3. Sonntag im Monat um 17.30 Uhr, in der Kirche St. Fidelis, Seidenstraße 41, Stuttgart statt.
Im Anschluss ist Zeit und Raum für Gespräch und Begegnung.

Die Termine im Jahr 2026 sind:
19.07.2026
16.08.2026
20.09.2026
18.10.2026
15.11.2026
20.12.2026 (4.Advent) mit anschließender Feier und Mitbringbuffet

 

Queer Christ Ulm

Der Stammtisch Queer Christ in Ulm trifft sich an jedem 2. Mittwoch an unterschiedlichen Orten. Bei den zwanglosen Gesprächen geht es um Gott und die (queere) Welt. Sie teilen die Überzeugung, dass Gott jeden Menschen individuell erschaffen hat und bedingungslos liebt. Diese Botschaft ist Kern der Gottesdienste und der Gruppe. Sie stellt sich eindeutig gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen in Glaubensgemeinschaften und aufgrund religiöser Auffassungen.

Anmeldung und nähere Infos unter: queer-Christ-ulm(at)web.de

 

 

Rückblick zu verschiedenen Veranstaltungen

Tagung Unverzichtbare Vielfalt – gestern, heute, morgen

Queere (Kirchen-)Geschichte sichtbar machen

Vom 22. April bis zum 23. April 2026, fand die Tagung an der Evangelischen Akademie Bad Boll in Kooperation mit der Katholischen Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Landeszentrale für politische Bildung und der Projektstelle Queersensible Pastoral u.a. statt.

“Dass Vielfalt unverzichtbar für unsere Gesellschaft und mithin für die christlichen Kirchen war und ist, sollte eine Binsenweisheit sein. Doch angesichts eines rauer werdenden politischen Windes, der stetig unverhohlener zu marginalisieren sucht, was der konstruierten Norm einer vermeintlichen Mehrheitsgesellschaft zu widersprechen scheint, ist dieses Bewusstsein immer weniger selbstverständlich”, schreibt Carolin Hochstuhl von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in ihrem Veranstaltungsbericht

Dr. Kerstin Söderblom, Referentin und Pfarrerin der Ev. Kirche Hessen-Nassau, berichtet auf dem Blog kreuz & queer bei evangelisch.de über die Tagung. “Queere Perspektiven in kirchliche Zeitgeschichte einzutragen, ist kein „nice to have“, sondern ein unabdingbarer Bestandteil einer queer- und diversitäts-sensiblen Geschichtsforschung” so lautet ihr Fazit.

Die Abschlussrunde “Wir müssen sichtbar werden” der Tagung ist jetzt als Podcast zu hören. Es geht um die Frage, wie Kirche aus queeren Lebensgeschichten lernen kann. 

Die Beiträge der vorhergehenden Tagung “Queere Menschen und die Kirchen  - Fluchtlinien, Möglichkeitsräume, Perspektiven” an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart im November 2024 sind nun jüngst bei der University of Bamberg Press in einem Tagungsband erschienen. Der Band ist ist open access  zugänglich, aber auch als gedrucktes Buch erhältlich.

30 Jahre Queergottesdienst Stuttgart

Jeder dritte Sonntag im Monat, jeweils um 17.30 Uhr in der Kirche St. Fidelis – der Queergottesdienst im Stuttgarter Westen ist seit 1996 ein fester Anker für die Regenbogen-​Community. Was einst als „Gottesdienst für Schwule und Lesben und ihre Freundinnen und Freunde“ begann, heißt heute bewusst „Queergottesdienst“, ein klares Signal, dass hier alle Menschen, unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, willkommen sind.

Der Artikel von Elisabeth Perkovic - Katholische Kirche Stuttgart

GUT.KATHOLISCH.QUEER. Für eine Kirche ohne Angst

Fotoporträtserie zu #OutInChurch von Martin Niekämper war im Haus der Katholischen Kirche Stuttgart

Bericht zur Ausstellung des Stadtdekanats Stuttgart

Bericht des SWR zur Ausstellung

Für die Porträtserie #OutInChurch sind Aufnahmen von weiblich und männlich gelesenen, queeren Personen entstanden, die zum Verein #OutInChurch gehören. Die Aufnahmen stellen – so der Künstler – keine „normalen“ Porträts dar; sie zeigen die Personen in ihrer persönlichen Betroffenheit im Umfeld Kirche, mal ganz nah – mal fern.

Wer die Bilder betrachtet, kann durch unterschiedliche fotografische Herangehensweisen individuelle Antworten finden auf die Frage, wie queere Menschen die katholische Kirche wahrnehmen. Die Aufnahmen können zum Nachdenken und zum Gespräch darüber anregen, wie die Kirche – so ein Mitglied von #OutInChurch – „christlicher“ werden kann.

Die Wanderausstellung wurde bereits an unterschiedlichen Orten in Deutschland und in der Schweiz gezeigt. Die Ausstellung war im Sommer 2025 zu Gast im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart. Zur Ausstellung ist auch ein eindrucksvolles Buch mit dem Titel GUT.KATHOLISCH.QUEER. entstanden.

Martin Niekämper, geboren 1965 in Dortmund, war nach dem Studium der Hörgeschädigtenpädagogik als Lehrer für Sonderpädagogik in Köln tätig. 2021–2023 studierte er Fotografie an der Fotoakademie-​Koeln. Er ist freiberuflicher Fotograf mit den Schwerpunkten Porträtfotografie, Unternehmens- und Wissenschaftsfotografie.

 

Pride / CSD 2025 an verschiedenen Orten

An verschiedenen Orten in unserer Diözese fanden in den Sommermonaten CSDs statt. 
Unterschiedliche kirchliche Gruppen sind Teil des Ganzen und setzten sich ein für Vielfalt und die Rechte queerer Menschen. 

Hier finden Sie eine Auswahl. Gerne können Sie uns auf weitere Veranstaltungen aufmerksam machen. 

 

CSD Reutlingen

Nie wieder still, gemeinsam stark! Unter dem Motto des diesjähigen CSD hat das Katholische Jugendreferat des Dekanats Reutlingen-Zwiefalten in der Reutlinger Citykirche gemeinsam mit anderen christlichen Konfessionen und der CSD Gruppe Reutlingen am 31.05.2025 einen queeren Gottesdienst gefeiert. Im Mittelpunkt stand die Geschichte von Gott und Hagar, die von einem Gott erzählt, der jeden Menschen in seiner einmaligen Art und Weise sieht (Gen 16,13) und liebt. Gottes Geschenk der Liebe ist bunt und vielfältig, findet sich überall dort, wo Menschen aneinander mit Respekt, Wertschätzung, Zuneigung und Fürsorge handeln. Und so wurde greifbar, dass Liebe diese Kraft und Dynamik innewohnt, füreinander und miteinander eine lebenswerte Zukunft zu gestalten. Ein anschließendes Cometogether ermöglichte Austausch, Informationen rund um das Thema Christ:in und queer, Einzelsegen und die Möglichkeit zum Plakatebasteln für die Demo am CSD in Reutlingen.

Stuttgart Pride

Gott* sei Dank, die Welt ist bunt! 

Beim Blick in die Runde zu Beginn des Gottesdienstes vor der CSD-Demonstration ging vielen das Herz auf. Eine so bunte Vielfalt von Menschen in einer vollbesetzten Kirche kam zusammen, um gemeinsam Gottesdienst zu feiern. Was für ein Geschenk für alle, die dabei waren. Die Geistkraft war mit Händen zu greifen und hat uns bewegt und gestärkt für die Demonstration- da konnten uns noch so starke Regenschauer nicht aufhalten. Wir tanzten quasi im Regen... 

Schon im Vorfeld war dieser gemeinsame Spirit zu spüren. Miteinander haben unterschiedliche Akteur:innen überlegt, wie sie den Gottesdienst gestalten. Dieses Miteinander von unterschiedlichen Konfessionen, Lebensalter und Glaubenswegen bereicherte die Vorbereitung. Diese Erfahrungen stärken hoffentlich ganz viele Teilnehmende im Alltag, damit wir uns weiter mutig einzusetzen für queere Rechte, für die Buntheit und Vielfalt menschlichen Lebens. Letztlich geht es um die Freiheit, so zu leben, wie Gott uns gemeint hat. 

Kontakt

Marian Antoni 
[er/ihm]
Referent für das Projekt Queersensible Pastoral

(0711) 9791-1173 (Antoni)
MAntoni(at)bo.drs.de

 

Heiko Hauger
[er/ihm]
Referent für das Projekt Queersensible Pastoral

(0711) 9791-1092 (Hauger)
hhauger(at)bo.drs.de

Bischöfliches Ordinariat
Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft
Jahnstraße 30
70597 Stuttgart