Queersensible Pastoral in der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Das Projekt Queersensible Pastoral möchte die Zukunftsfähigkeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart stärken, indem es Seelsorgende qualifiziert, Netzwerke aufbaut und eine Kultur fördert, in der queere Menschen Kirche als Ort von Würde, Respekt und Beheimatung erfahren können. Dabei wird Kirche u.a. als Ansprechpartnerin erfahren, die sich einsetzt für marginalisierte Gruppen (Ally-ship) und im gesellschaftlichen Dialog und Diskurs sprachfähig ist. Dadurch wird Queersensibilität nicht als Sonderthema verstanden, sondern als Querschnittsaufgabe kirchlicher Pastoral und Ausdruck einer menschenwürdigen, dialogischen Kirche.

Wir bauen ein Netzwerk zu verschiedenen Akteur*innen im Themenfeld  auf und kooperieren bei Veranstaltungen u.a. mit der keb oder den kirchlichen Akademien.

Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise und Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme.

Qualifikation Queersensible Seelsorgende startet im Herbst 2026

Mit dieser ersten Auflage der Qualifikation möchten wir pastorale Mitarbeitende dabei unterstützen einen sensiblen, reflektierten und handlungsorientierten Umgang mit queeren Themen zu entwickeln und zu vertiefen.

Alle Informationen rundum den Basis- und Aufbaukurs Queersensible Seelsorgende finden Sie hier. Die Anmeldung ist ab sofort möglich. 

 

Anschlag auf den CSD in Berlin

Wir sind erschüttert über den Anschlag auf den CSD in Berlin. Mit unseren Gedanken sind wir bei den Opfern, den An- und Zugehörigen, Ersthelfer:innen und Einsatzkräften.

Nelly Swiebocki-Kisling, Pressesprecherin der Diözese, hat mit uns ein Interview geführt, wie wir die Nachricht über den Anschlag in Berlin und den Tag danach auf dem Stuttgarter CSD erlebt haben. Wir haben gesprochen über Trauer, Zusammenhalt, Solidarität, Seelsorge und das Potenzial der Kirche als Brückenbauerin in der Gesellschaft.

Auch der Queerbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz hat sich zu Wort gemeldet. Er zeigt mit Nachdruck auf, dass der Anschlag auf den Berliner CSD Konsequenzen erfordert. Die Verteidigung der Menschenwürde, darf sich nicht darauf beschränken, die Gewalt lediglich zu verurteilen. Wir als Kirche sind in einer besonderen Verantwortung, “dass Menschen Räume finden, in denen sie ohne Angst leben, glauben und Gemeinschaft erfahren können.” Er bringt es auf den Punkt: “Ein Safe Space ist weder eine Modeerscheinung noch ein Zugeständnis an den Zeitgeist – er ist die unmittelbare Konsequenz des Evangeliums.” 

 

Queerpolitischer Fachtag des Sozialministeriums Baden-Württemberg

Die Diözese folgte der Einladung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration zum ´Queerpolitischen Fach- und Vernetzungstag`. Wir waren vor Ort dabei und hatten einen Stand auf der Projektmesse. Die Vernetzung und der Austausch mit anderen Akteur*innen ist zentral für unser Projekt. Mehr über den Tag und unser Engagement im Bericht von Nelly Swiebocki-Kisling auf der Seite unserer Diözese

Bibel queer lesen

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Bibel und Kirche des Katholischen Bibelwerks Stuttgart beschäftigt sich mit queerer Bibelauslegung, die Menschen neue Einblicke gewinnen lässt und queere Menschen bestärkt.

Die Ausgabe stellt vor, was queere Bibelauslegung ist, wie es dazu kam und was sich hinter verschiedenen Begrifflichkeiten verbirgt.
Vor allem zeigt sie, wie bereichernd es ist, Bibeltexte queersensibel zu lesen, weshalb Stellen quer durch die Bibel ausgelegt werden: die Erschaffung des Menschen (Gen 1,27f.),der Gotteskampf am Jabbok (Gen 32), die Hochzeit zu Kana (Joh 2,1-12) und das Gleichnis vom Senfkorn (Mk 4,30-32).

Die Zeitschrift kann beim Katholischen Bibelwerk erworben werden. 

Über die Reaktionen auf die Veröffentlichung und wie die Direktorin des Bibelwerks Dr. Katrin Brockmöller dazu Stellung nimmt, berichtet katholisch.de.

Paare.Geschichten.Segen. - Neue digitale Plattform

Menschen geben persönliche Einblicke in ihre Segensmomente. Paare berichten von dem, was sie empfangen haben und Seelsorger:innen teilen, was sie in ihrer pastoralen Begleitung bewegt.
Eine Sammlung gelebter Erfahrungen, die die Vielfalt pastoraler Realität sichtbar macht und zugleich zum Gespräch anregen kann.
Zum Glück gibt's Segen 

Wir lieben uns - welch ein Segen

Materialsammlung mit Segensbausteinen der Diözese Rottenburg-Stuttgart

Nicht alle Paare können kirchlich heiraten – dennoch wünschen sich viele von ihnen einen Segen. Für Seelsorgerinnen und Seelsorger, die sie auf ihrem Weg begleiten und ihrem Wunsch nach Segen nachkommen möchten, ist die Materialsammlung „Wir lieben uns – welch ein Segen!“ erschienen.

Weiter Informationen und die Materialsammlung steht hier zum Download bereit.

Das Projekt Queersensible Pastoral stellt sich vor

Am 25.07.2025 wurden wir auf der Homepage der Diözese Rottenburg-Stuttgart vorgestellt. 

Unter der Überschrift "Die Kirche hat eine Vorbildfunktion" geben wir Einblicke in unsere Arbeit, die geplanten Projekte und erklären, woran wir uns orientieren bzw. was uns leitet.  

Mehr erfahren Sie hier:
Gleich an Würde und Respekt - CSD Stuttgart: Diözese Rottenburg Stuttgart

Beitrag im SWR1 - Begegnungen

Manuela Pfann von Kirche im SWR hat Heiko Hauger getroffen. In ihrem Gespräch geht es darum, wie es ist, queer und katholisch zu sein. 

Hier geht's zum Interview

 

Veranstaltungen

Wir sind vor Ort - CSD Stuttgart

Vom 24. Juli bis 26. Juli 2026 findet der CSD in Stuttgart statt.

Am Sonntag, 26. Juli sind wir Teil der Infomeile zwischen Markt- und Schillerplatz. Im Rahmen der Hocketse informieren unterschiedliche Initiativen über ihre Arbeit.
Gemeinsam mit der Aktion “Vereint unterm Regenbogen” stehen wir für Gespräche und Informationen zur Verfügung. 
Wir freuen uns auf die Begegnungen!

Am Samstag werden wir gemeinsam mit dem BDKJ und #OUTINCHURCH demonstrieren unter dem Motto: “Ohne uns kein Wir”. Letztlich geht es um mehr Akzeptanz und Solidarität in Zeiten, da die Gewalt gegenüber queeren Menschen zunimmt. 

 

Katholische Jugend nimmt an CSD in Stuttgart teil

Samstag, 26. Juli 2026 um 11 Uhr ökumenischer Gottesdienst in der Johanneskirche am Feuersee in Stuttgart mit dem Thema “Füreinander”
Um 14 Uhr beginnt die Parade/Demonstration

Queer und katholisch: Junge Katholik*innen wollen beim Christopher Street Day in Stuttgart am 25. Juli für mehr Akzeptanz queerer Menschen in Kirche und Gesellschaft demonstrieren. Unter dem CSD-Motto „Füreinander laut, miteinander stark.“ laden verschiedene kirchliche Organisationen vor der Parade zu einem ökumenischen Gottesdienst in die Johanneskirche am Feuersee ein. Beginn ist um 11:00 Uhr.

Die Vertreter*innen katholischer Jugendgruppen des BDKJ Rottenburg-Stuttgart wollen am 25. Juli an der Demonstration zum Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart teilnehmen. Die Parade steht unter dem Motto: „Ohne Uns kein Wir! Füreinander laut, miteinander stark.“ Gemeinsam mit Vertreter*innen der Initiative #OutInChurch und der Evangelischen Jugend Stuttgart setzen die jungen Christ*innen ein Zeichen gegen Diskriminierung queerer Menschen in Kirche und Gesellschaft.

 „Angesichts der zunehmenden Gewaltbereitschaft rechter Gruppierungen gegen die queere Community ist es umso wichtiger, dass wir uns als Teil einer vielfältigen Gesellschaft an die Seite von LGBTIQ+-Personen stellen und nicht schweigen, wenn Unrecht geschieht!“ " erklärte Diözesanleiterin Nadine Maier. „Als junge Christ*innen sind wir überzeugt, dass alle Menschen von Gott geliebt sind. Wir gehen gemeinsam auf die Straße, um Solidarität zu zeigen und für Akzeptanz einzustehen. Kirche kann und soll ein Ort sein, an dem alle willkommen sind. Unser Segenbogen aus Luftballons in Regenbogenfarben lädt dazu ein, hindurchzugehen und sich Gottes Segen zusprechen zu lassen“, so Viviane Medla vom BDKJ.

Sterben queere Menschen anders?

Veranstaltung am Donnerstag, 22. Oktober 2026 von 09:30 - 16:30 Uhr
an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in Stuttgart-Hohenheim
Seminarleitung: Dr. phil. Axel Doll ist Diplom-Pflegepädagoge und Palliativpflegefachperson. Er leitet Seminare und Workshops zu queerer Palliativversorgung. 

Kurzbeschreibung:
Queere Menschen (LSBTI*) erleben trotz gesellschaftlicher und gesetzlicher Fortschritte nach wie vor Diskriminierung in vielen Lebensbereichen – auch in Kliniken, Pflegeeinrichtungen und in der Hospiz-/und Palliativversorgung. Ziel des Seminars ist es einen wertschätzenden Umgang mit queeren Menschen aufzuzeigen. Wie können die Empfehlungen der Europäische Palliativgesellschaft zu einer „LSBTIQ* inklusiven Palliative Care” zur Verbesserung der Versorgung von LSBTIQ* Personen beitragen?

Weitere Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung “Sterben queere Menschen anders?” 

Veranstaltungsflyer

Wiederkehrende Möglichkeiten zur Begegnung

Queergottesdienst in Stuttgart

Queergottesdienst einmal im Monat - Eingeladen sind Angehörige aller Konfessionen und auch die, die den Kirchen fernstehen.

Der Gottesdienst findet immer am 3. Sonntag im Monat um 17.30 Uhr, in der Kirche St. Fidelis, Seidenstraße 41, Stuttgart statt.
Im Anschluss ist Zeit und Raum für Gespräch und Begegnung.

Die Termine im Jahr 2026 sind:
16.08.2026
20.09.2026
18.10.2026
15.11.2026
20.12.2026 (4.Advent) mit anschließender Feier und Mitbringbuffet

 

Queer Christ Ulm

Der Stammtisch Queer Christ in Ulm trifft sich an jedem 2. Mittwoch an unterschiedlichen Orten. Bei den zwanglosen Gesprächen geht es um Gott und die (queere) Welt. Sie teilen die Überzeugung, dass Gott jeden Menschen individuell erschaffen hat und bedingungslos liebt. Diese Botschaft ist Kern der Gottesdienste und der Gruppe. Sie stellt sich eindeutig gegen Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen in Glaubensgemeinschaften und aufgrund religiöser Auffassungen.

Anmeldung und nähere Infos unter: queer-Christ-ulm(at)web.de

 

 

Rückblick zu verschiedenen Veranstaltungen

Tagung Unverzichtbare Vielfalt – gestern, heute, morgen

Queere (Kirchen-)Geschichte sichtbar machen

Vom 22. April bis zum 23. April 2026, fand die Tagung an der Evangelischen Akademie Bad Boll in Kooperation mit der Katholischen Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart, der Landeszentrale für politische Bildung und der Projektstelle Queersensible Pastoral u.a. statt.

“Dass Vielfalt unverzichtbar für unsere Gesellschaft und mithin für die christlichen Kirchen war und ist, sollte eine Binsenweisheit sein. Doch angesichts eines rauer werdenden politischen Windes, der stetig unverhohlener zu marginalisieren sucht, was der konstruierten Norm einer vermeintlichen Mehrheitsgesellschaft zu widersprechen scheint, ist dieses Bewusstsein immer weniger selbstverständlich”, schreibt Carolin Hochstuhl von der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart in ihrem Veranstaltungsbericht

Dr. Kerstin Söderblom, Referentin und Pfarrerin der Ev. Kirche Hessen-Nassau, berichtet auf dem Blog kreuz & queer bei evangelisch.de über die Tagung. “Queere Perspektiven in kirchliche Zeitgeschichte einzutragen, ist kein „nice to have“, sondern ein unabdingbarer Bestandteil einer queer- und diversitäts-sensiblen Geschichtsforschung” so lautet ihr Fazit.

Die Abschlussrunde “Wir müssen sichtbar werden” der Tagung ist jetzt als Podcast zu hören. Es geht um die Frage, wie Kirche aus queeren Lebensgeschichten lernen kann. 

Die Beiträge der vorhergehenden Tagung “Queere Menschen und die Kirchen  - Fluchtlinien, Möglichkeitsräume, Perspektiven” an der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart im November 2024 sind nun jüngst bei der University of Bamberg Press in einem Tagungsband erschienen. Der Band ist ist open access  zugänglich, aber auch als gedrucktes Buch erhältlich.

30 Jahre Queergottesdienst Stuttgart

Jeder dritte Sonntag im Monat, jeweils um 17.30 Uhr in der Kirche St. Fidelis – der Queergottesdienst im Stuttgarter Westen ist seit 1996 ein fester Anker für die Regenbogen-​Community. Was einst als „Gottesdienst für Schwule und Lesben und ihre Freundinnen und Freunde“ begann, heißt heute bewusst „Queergottesdienst“, ein klares Signal, dass hier alle Menschen, unabhängig von sexueller Orientierung oder geschlechtlicher Identität, willkommen sind.

Der Artikel von Elisabeth Perkovic - Katholische Kirche Stuttgart

GUT.KATHOLISCH.QUEER. Für eine Kirche ohne Angst

Fotoporträtserie zu #OutInChurch von Martin Niekämper war im Haus der Katholischen Kirche Stuttgart

Bericht zur Ausstellung des Stadtdekanats Stuttgart

Bericht des SWR zur Ausstellung

Für die Porträtserie #OutInChurch sind Aufnahmen von weiblich und männlich gelesenen, queeren Personen entstanden, die zum Verein #OutInChurch gehören. Die Aufnahmen stellen – so der Künstler – keine „normalen“ Porträts dar; sie zeigen die Personen in ihrer persönlichen Betroffenheit im Umfeld Kirche, mal ganz nah – mal fern.

Wer die Bilder betrachtet, kann durch unterschiedliche fotografische Herangehensweisen individuelle Antworten finden auf die Frage, wie queere Menschen die katholische Kirche wahrnehmen. Die Aufnahmen können zum Nachdenken und zum Gespräch darüber anregen, wie die Kirche – so ein Mitglied von #OutInChurch – „christlicher“ werden kann.

Die Wanderausstellung wurde bereits an unterschiedlichen Orten in Deutschland und in der Schweiz gezeigt. Die Ausstellung war im Sommer 2025 zu Gast im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart. Zur Ausstellung ist auch ein eindrucksvolles Buch mit dem Titel GUT.KATHOLISCH.QUEER. entstanden.

Martin Niekämper, geboren 1965 in Dortmund, war nach dem Studium der Hörgeschädigtenpädagogik als Lehrer für Sonderpädagogik in Köln tätig. 2021–2023 studierte er Fotografie an der Fotoakademie-​Koeln. Er ist freiberuflicher Fotograf mit den Schwerpunkten Porträtfotografie, Unternehmens- und Wissenschaftsfotografie.

 

Kontakt

Marian Antoni 
[er/ihm]
Referent für das Projekt Queersensible Pastoral

(0711) 9791-1173 (Antoni)
MAntoni(at)bo.drs.de

 

Heiko Hauger
[er/ihm]
Referent für das Projekt Queersensible Pastoral

(0711) 9791-1092 (Hauger)
hhauger(at)bo.drs.de

Bischöfliches Ordinariat
Hauptabteilung XI - Kirche und Gesellschaft
Jahnstraße 30
70597 Stuttgart