Männer

Wilfried Vogelmann ist tot

dieser Tage  haben wir erfahren, dass unser ehemaliger Kollege Wilfried Vogelmann sich am  Sonntag (5.3.2017) das Leben genommen hat.

Die Nachricht trifft uns tief.

Wilfried Vogelmann war von 1997 bis 2015 Referent für Männerarbeit in unserer Diözese.  Das Wirken Wilfried Vogelmanns war in dieser Zeit von dem Wunsch getragen, Männer bei ihrer oft schwierigen Suche nach der eigenen Identität zu begleiten und in ihrem Mannsein zu stärken, sowie von dem Bemühen, Männer dazu zu ermutigen, ihre Hoffnungen und ihren Glauben sowie ihre Sorgen, Ängste und Probleme ins Wort zu fassen.

Er machte keinen Hehl daraus, als er selbst zunehmend von niederdrückenden Emotionen und Gedanken erfasst wurde. Er begab sich – als er sich nicht mehr selbst zu helfen wusste – in stationäre Behandlung.

In der Hoffnung, durch neue Impulse wieder neuen Lebensmut fassen zu können, entschloss er sich 2015 sich beruflich zu verändern und eine Stelle in der Pastoral anzutreten.

Wie wir heute erfahren haben, sah sich Wilfried Vogelmann in letzter Zeit gezwungen, sich erneut in stationäre Therapie zu begeben. Am Wochenende war er zu Hause. Hier hat ihn seine Ehefrau am Sonntag gefunden.

Wir, die wir ihn kannten, mit ihm auf Männerwegen unterwegs waren und mit ihm zusammen gearbeitet haben,  werden jeweils unsere persönlichen Erinnerungen mit Wilfried Vogelmann verbinden. Als Kollegen sind wir menschlich tief angerührt und erschüttert, aber auch nachdenklich in Bezug auf unsere Arbeit für und mit Männern.
Unsere Mitgefühl gilt der Familie von Wilfried Vogelmann.

Traurig, erschüttert und nachdenklich

das Team des Fachbereich Männer

Tilman Kugler, Christian Kindler, Gertrud Singer

7. März 2017

 

Der Leiter der Bundesarbeitsstelle Männerseelsorge, Dr. Andreas Heek, schreibt in seinem Nachruf:

"'Mancher Mensch weiß nicht, wie wichtig es ist, dass er einfach da ist.' So hat Wilfried selbst in einem Gedicht formuliert, was möglicherweise - bewusst oder unbewusst - auch an sich selbst gerichtet war, nämlich dass ihn offensichtlich durch eine tiefe seelische Verdunklung nicht mehr erreichen konnte, dass er für viele Menschen ein extrem wichtiger und liebenswerter Mensch war. So eben auch für mich!
So möchte ich mit Ihnen heute meine tiefe Trauer teilen.

Ich möchte aber auch würdigen, was er für die katholische Männerarbeit in Deutschland geleistet hat. Seit gefühlt unendlicher Zeit war er als Pastoralreferent in der Männerarbeit der Diözese Rottenburg-Stuttgart tätig und hat dort maßgeblich dazu beigetragen, eine moderne Männerarbeit aufzubauen, die viele Männer angesprochen und bereichert hat, weit über den Bereich enger Kirchenzugehörigkeit hinaus. Er war der Begründer und maßgeblicher Redakteur der Zeitschrift "Männernetzwerk", von dem viele Kollegen auch bundesweit über viele Jahre profitiert haben.

Darüber hinaus war er auf der Bundesebene im Verein der Arbeitsstelle für Männerseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz engagiertes Mitglied und von 2007-2011 auch Vizepräsident der "Gemeinschaft Katholischer Männer Deutschlands". Außerdem war als Mitglied der Bundeskonferenz der katholischen Männerseelsorger der Diözesen bei allen maßgeblichen Tagungen, Beschlüssen und Projekten stets engagiert beteiligt.
 'Mancher Mensch weiß nicht, dass er ein Geschenk des Himmels ist. Er weiß es, wenn Du es ihm sagst." So schreibt er am Ende seines Gedichtes. Obwohl ich weiß, dass ihn möglicherweise dies nicht mehr erreicht, möchte ich Dir, lieber Wilfried dennoch sagen: "Du warst ein Geschenk des Himmels und wirst es bleiben!"

Der ganze Nachruf auf kath-maennerarbeit.de ...

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